ELEFANTEN

Neues Projekt zur Entschlüsselung der Elefantensprache mithilfe von KI finanziert vom WWTF, Vienna Science and Technology Fund Grant ID 10.47379/LS23024

Das Projekt hat zum Ziel die „Sprache“ der Elefanten durch die Verwendung von künstlicher Intelligenz zu entschlüsseln, um ein besseres Verständnis für ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse zu gewinnen. Elefanten erlernen ihre Laute vergleichbar wie Menschen die Sprache. Aber bei den Elefanten wissen wir noch nicht, was ihre Laute genau bedeuten.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat Stöger-Horwath Forschung zur Schallproduktion und Wahrnehmung durchgeführt und eine beträchtliche Menge an Elefantenlauten gesammelt. Die Ergebnisse dieser Studien legen nun die Grundlage für die Verwendung von Künstlicher Intelligenz. Die Hypothesen zur Bedeutung der Laute und der Art der Informationskodierung in der Kommunikation von Elefanten, die mittels Machine Learning aufgestellt werden, sollen anschließend im Freiland mit Playback-Experimenten überprüft werden.

Updates: Fortschritte 2026

Datensatz: Wir haben einen großen, sorgfältig kuratierten Datensatz mit über 2.300 hochwertigen Elefantenrufen aufgebaut. Er ist für moderne Analysen und Machine Learning bereit.
Erste Erkenntnisse: Rufe tragen verlässliche Hinweise auf einzelne Tiere und grobe Altersklassen. Zwei unterschiedliche „Kommunikationsmodi“ in Gruppensituationen zeichnen sich ab.
Künstliche Rufe: Wir können natürlich klingende, synthetische Elefantenrufe erzeugen. Deren Wahrnehmung testen wir derzeit mit Verhaltens‑Playbacks und haben erste EEG‑Messungen bei trainierten Elefanten durchgeführt.
Werkzeuge & Feldarbeit: Neue, leicht erklärbare Auswertungsmethoden und ein Prototyp zur Echtzeit‑Erkennung von Rufen unterstützen Forschung und Praxis. Zudem liefen Akustik‑Messungen im Tiergarten Schönbrunn.
Nächste Schritte: Mehr ausgewogene Daten, weitere Tests der synthetischen Rufe und robuste Modelle, die Standorteinflüsse besser ausgleichen.